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St. Maria Pommertsweiler

Die Pfarrkirche „Mariä Empfängnis“ wurde als neugotische Kirche in der Zeit um 1857/8 erbaut, am Martinstag 1858 von Dekan Raff benediziert und 1861 von Bischof Josef von Lipp endgültig geweiht. So erhielten die Katholiken, die zur Pfarrei Neuler gehörten, erstmals ein eigenes Gotteshaus.

 

Die Kirche ist von West nach Ost ausgerichtet. Rippengewölbe und Decke sind aus Holz gefertigt. Die Kirche wurde, weil das Geld knapp war, von Oberbaurat Morlok etwas einfacher erbaut, als es Hofbaumeister Leins geplant hatte. Das Grundstück wurde von der Familie Maier gespendet.

 

 

 

 

 

Der Turm wurde 1909/1910 angebaut. Er trägt drei Glocken. Auf dem Turm stand früher ein Hahn eine Besonderheit, die vermutlich ein evangelischer Dorfbewohner beim Bau des Turmes gespendet hat. Der Hahn brach beim Sturm Lothar herunter. Danach wurde auf die Turmspitze ein goldenes Kreuz angebracht. Die drei Glocken wurden im Krieg eingeschmolzen, um daraus Waffen und Kanonen zu machen. Nach dem Krieg wurden dann die Glocken feierlich wieder auf den Glockenturm gehievt.

 

 

 

Die freundliche, kleine Dorfkirche besitzt moderne Glasfenster des bekannten Malers Wilhelm Geyer Ulm. Sie zeigen die Geheimnisse des freudenreichen, des schmerzhaften und des glorreichen Rosenkranzes. Darüber Symbole für den dreifaltigen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Die Orgel befindet sich auf der Westseite über dem Eingang, sie wurde im Jahr 1890 von Goll in Kirchheim/Teck erbaut und ist eine mechanische Kegelladenorgel mit 8 Registern. Hinter der Orgel, von innen nicht sichtbar, ein weiteres Fenster mit der Darstellung eines Engels.

 

Der Kreuzweg zieht links nach hinten und auf der rechten Seite nach vorne. Als 13. Station ist eine alte Pieta angebracht. Die Pieta hat auch eine eigene Geschichte die auf einer Legende basiert.

 

Nach der großen Empore sehen wir links die Heilige Anna mit einem Buch, Sinnbild für den Übergang vom alten zum neuen Testament. Rechts der heilige Josef. Weiter vorne zwei Mönche mit braunen Kutten, links der heilige Franziskus mit einem Totenschädel, rechts der heilige Antonius.

 

Der Taufstein stammt aus der Zeit der Errichtung der Kirche, der Deckel ist neu von 1990.

 

An der rechten Stirnseite ein Kruzifix aus gotischer Zeit. An der linken Stirnseite die Muttergottes von Pommertsweiler, eine gotische Madonna, aus fränkischer Schule. Auf dem linken Arm das Jesuskind, das eine Kugel trägt, mit der rechten Hand bietet sie dem Kind einen Apfel an. Woher diese Werke stammen ist nicht bekannt.

 

 

 

Bei der Umgestaltung und Renovierung im Jahr 1960 entfernte man den alten geschnitzten Hochaltar und die Seitenaltäre ebenso aus Holz geschnitzt waren. Die Kanzel auf der rechten vorderen Seite wurde auch entfernt.

 

Der Tabernakel, Altar und Ambo wurden Bei der Renovierung 1990 von Bildhauer Kurz in Ellwangen geschaffen und zeigen Motive des Weinstocks und der Reben. An Stelle eines früheren großen Radleuchters wurde, neue, diesem nachempfundenen, kleineren, modernen Radleuchter angebracht.